Beat Kunz (SCSD) und Alex Wenzler (CEO Datastore) im Gespräch

19 September, 2018

Im Blog trafen sich Beat Kunz (Gründer der „Swiss Cyber Security Days“) und Alex Wenzler (CEO von Datastore AG) zu einem Plausch über Sicherheit, die Schweiz und die Familie. Wie diese kurzweilige Begegnung ablief, lesen sie hier…


Lieber Beat, Sicherheit ist dir seit der Gründung der Konferenz “Swiss Cyber Security Days” ein professionelles Anliegen geworden. Ist es dir auch ein persönliches Anliegen?
Ja Alex, das ist eine gute Frage. Oft ist es doch so, dass wir uns einfach sicher fühlen und dadurch unsere Situation nicht in Frage stellen. So ging es mir jedenfalls. Tatsächlich ist mir aber mit jedem neuen Familienmitglied (ich habe inzwischen auch schon drei Enkel) unsere Sicherheit immer wichtiger geworden. Weisst du was ich meine?
Das stimmt. Mit meinem beiden Söhnen habe ich auch sehr viel über den Zusammenhang von Sicherheitsvorkehrungen, Aufklärung und Prozessen gelernt. (Alex lacht) Und ich dachte das Gespräch über Bienchen und Blümchen wird schwierig.
Ihr seid eine der ersten Firmen gewesen, die sich für mein Projekt engagiert haben. Und das, obwohl euer Schwerpunkt geschäftlich nicht auf Security ausgerichtet ist. Wie kam es dazu?
Aus meiner Sicht ist die Digitalisierung für die Menschheit ein grosses Geschenk mit unglaublich neuen Möglichkeiten für uns alle. Wenn wir alle davon profitieren wollen von KMU’s bis Grossunternehmen, quer durch alle Industrien bis zu allen Privathaushalten und Privatpersonen müssen wir die Vernetzung von analogen Systemen vorantreiben. Leider hat aber alles eine Kehrseite. Durch die grosse Vernetzung werden wir einfacher angreifbar und der Cyberkriminalität stehen viele neue Türen und Fenster offen. Die Bedrohung nimmt dadurch drastisch zu, die Sicherheit steht auf dem Spiel. Wir müssen zusammen versuchen unsere digitalen Werte zu schützen - im Besonderen unser geistiges Eigentum und nicht zuletzt unsere digitale Identität.

Darum ist es wichtig, einen Ort zu schaffen an dem Anbieter, Dienstleister und Bildungsinstitute Inspirationen aufzeigen wie dies angegangen werden kann. Es soll aber auch eine neue Quelle zur Entstehung von neuen Lösungen sein.

Wieso hast du dich für einen Partner wie uns interessiert?
Ihr hattet einen guten Fürsprecher (zwinkert). Nein, im Ernst: wir möchten nicht nur diejenigen erreichen die schon tiefen Know-how im Bereich Security haben, sondern auch jene, die ihr Potential noch nicht vollends entfaltet haben. Die Firmen und Menschen, die ihre Visionen jetzt ausrichten und ihren Kunden eine sichere und funktionale Gesamtlösung bieten wollen.
Und dabei unsere Werte und unsere Privatsphäre schützen, gleichzeitig aber der Digitalisierung und somit unserem Fortschritt nicht im Weg zu stehen.
Genau! Wir haben inzwischen die ersten Referenten für unseren Konferenzteil gewinnen können. Dabei werden oft Themen angesprochen, die wir nicht per-se mit Cyber Security in Zusammenhang bringen. Auto fahren, Energiebetriebe, Arzt Besuche – im Prinzip sind alle Industrien von diesem Thema betroffen, den Unternehmen wollen wir eine Sicht auf das Thema ermöglichen und Lösungen aufzeigen. Dafür braucht es in der Ausstellung dann entsprechenden Dienstleister, die die Kunden auf die Reise mitnehmen.
Das stimmt. Ich freue mich auf die beiden Tage in Fribourg. Danke Beat!